Jugendfeuerwehr Sachsen auf der KarriereStart Dresden

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Vom 18.1. bis 20.1.2019 präsentierten Firmen und Verbände für Schulabgänger, Berufseinsteiger und Gründer in Dresden ihre Leistungen. Gemäß dem Messeleitbild „Zukunft selbst gestalten“ konnten sich die interessierten Jugendlichen und Jungunternehmer auf ca. 1000 m² einen Überblick über die Möglichkeiten und Anforderungen der einzelnen Berufe verschaffen.

Die Jugendfeuerwehr Sachsen stand dabei Rede und Antwort für den Berufsfeuerwehrmann allgemein und im speziellen für den Ausbildungsberuf Werkfeuerwehrfrau/ –mann. Diese Ausbildung startet mit einer 1 ½ jährigen handwerklichen Ausbildung in Betriebsstätten, der zweite Teil der Ausbildung entspricht dann der einer/s Berufsfeuerwehrfrau/ –mannes und enthält sowohl die Teile einer feuerwehrtechnischen Grundausbildung als auch Fachpraktika auf einer Feuerwache und einem rettungsdienstlichen Teil.

Dieses Jahr wurde die Landesjugendfeuerwehr von den Jugendfeuerwehren aus Struppen und Langenhennersdorf unterstützt. Die Jugendfeuerwehrmänner aus Struppen führten das Zimmerer- und Dachdeckerhandwerk mit der Bearbeitung von Schiefer praktisch vor. Die interessierten Besucher konnten hier diverse Figuren aus Schiefer herstellen. Sehr beliebt war dabei die Herstellung eines Herzens. Die hierfür notwendigen Einzelschritte der Fertigung wurden von den Messebesuchern unter Anleitung der motivierten Feuerwehrjugendlichen selbst durchgeführt, und jeder konnte seine Werke mit nach Hause nehmen. Unterstützt wurden Sie dabei von Ihren Jugendfeuerwehrwart, dem Dachdecker Ferry Haake, der bei Schwierigkeiten sofort helfend zur Stelle war. Durch den großen Ansturm der Besucher konnten zeitweise gar nicht so viele Plätze bereitgestellt werden, um die Produktionstätigkeiten zeitgleich praktisch durchführen zu können.

Am Samstag war auch der Firmeninhaber, der Dachdeckermeister Marco Löbel aus Rosenthal-Bielatal, persönlich anwesend. Über den ganzen Tag begleitete er und sein Geselle Ferry Haake die Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr und standen mit Rat und helfender Hand bei den Besuchern zur Seite.

Der 33-jährige Dachdeckermeister und Gebäudeenergieberater führt den Familienbetrieb in vierter Generation. Er sagt: „Damals, wie heute gab und gibt es Herausforderungen: Zu Großvaters Zeiten war die Materialknappheit ein großes Problem - heute sind es die fehlenden Fachkräfte.“ Um selbst zur Tat zu schreiten, sucht Marco Löbel einen Dachdeckerlehrling für sein Unternehmen. „Ein Lehrling würde unser schlagkräftiges und breit aufgestelltes Team komplettieren.“ Löbel beschäftigt 3 Dachdecker, einen Dachklempner sowie 2 Zimmermänner, zu denen auch Ferry Haake zählt. „Wer das vielfältige Handwerk von der Pieke auf lernt, benötigt ca. 10 Jahre, um vollumfänglich einsatzfähig zu sein. In den vergangenen Jahrzehnten hat unser Familienbetrieb eine Vielzahl guter Dachdecker ausgebildet und diese Tradition will ich fortführen.“

Hierbei kommt ihm die Nähe zur Feuerwehr sehr gelegen, da Feuerwehrleute für Ihn „ein Stück Handwerk“ sind. So ist es für ihn selbstverständlich, dass sein Geselle auch für Einsätze während der Arbeitszeit zur Verfügung steht.

Der Stadtjugendfeuerwehrwart aus Bad Gottleuba / Berggißhübel, Sandro Linke, führte mit Vertreterinnen der Jugendfeuerwehr Langenhennersdorf das früher im Großraum Dresden sehr verbreitete Näherhandwerk vor. Dabei wurde er vor allem durch seine weiblichen Jugendfeuerwehrmitglieder unterstützt. Sie zeigten den Besuchern an 2 Nähmaschinen wie Sie Loops und Mützen herstellen können. Das brachte vor allem viele weibliche Besucher auf den Stand, die sich aus der Vielzahl von Stoffen Ihren eigenen Loop herstellen konnten. Die Arbeit begann mit dem Zuschneiden des Stoffes, dem Zusammennähen des Loops und endete mit dem Vernähen der Fadenenden. Das Schöne dabei war, dass man hier doch deutlich sah, das vor allem weibliche Besucher sichtlich Spaß an den Näharbeiten hatten, aber auch männliche Teilnehmer sich mit Begeisterung die Tätigkeiten von den Jugendlichen zeigen ließen. Die Jugendlichen der beteiligten Feuerwehren selber haben sich auch an andere Kleidungsstücke gewagt. So zeigten uns Annabel Klotzsche und Lene Kappner voller Stolz die zusammengenähten „Mitzen“. Hierbei hat eine Betreuerin direkt auf dem Stand sogar ein Jobangebot erhalten, da Ihr Umgang mit den Jugendlichen und Ihr kreativer Umgang mit den Stoffen einfach überzeugte.

Als besondere Ehrengäste konnten wir am Freitag unseren Ministerpräsidenten, Herrn Michael Kretschmer, zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, Herrn Dr. Andreas Brzezinski, bei uns auf dem Stand begrüßen. Unser Ministerpräsident ließ es sich dort nicht nehmen auch eine Schieferplatte selbst zu bearbeiten.

Der fast immer voll besetzte Stand der Jugendfeuerwehren Sachsens zeigte den Besuchern wie Vielfältig die Aktivitäten in den Jugendfeuerwehren sind. Viele Kinder und Jugendliche, teilweise auch Erwachsene, haben das Mitmachangebot der Jugendfeuerwehren mit viel Engagement wahrgenommen.

 

 

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